Vergebung kann man nicht machen

„Vergebung“ kann man nicht „machen“

Vergebung ist keine Aktion, die per Knopfdruck geschieht, sondern ein innerer Prozess, der mit damit beginnt, dass wir uns sagen: „Ich öffne mich von ganzem Herzen für den Frieden in mir, mit mir und mit allen Menschen“ meiner Vergangenheit und Gegenwart (oder zunächst ‚mit meinem Vater/meiner Mutter/ meinem Ex-Partner’ etc.)

Vergeben geht mit Verstehen einher. Verstehe, dass der Andere (genau wie du so oft) völlig unbewusst gehandelt hat und nicht anders konnte und sein Bestes gegeben hat. Ein unbewusst handelnder Mensch weiß nicht wirklich, was er tut.

Vergebung bedeutet die Zurücknahme bzw. Korrektur unwahrer Gedanken wie „Du hättest anders handeln sollen“; „Meine Eltern hätten liebevoller zu mir sein sollen“; „Mein Partner hätte mich nicht verlassen sollen“. Die Wahrheit heißt: Was geschah, sollte geschehen, warum auch immer.

Vergeben heißt zu erkennen, dass der andere genau wie du ein Wesen des Lichtes und der Liebe ist, aber sich hieran noch nicht wiedererinnert hat.
Vergib zunächst dir selbst das, was du dir angetan hast. Denn du hast dich selbst am meisten verletzt, als du dir deine Liebe entzogen hast.

Vergebung ist ein Geschenk der Gnade. Wir können uns für sie öffnen und dann geschieht etwas in uns, wenn der Wunsch nach Frieden aus dem Herzen kommt.

Euch allen wünsche ich von Herzen eine Woche der friedlichen Begegnung mit dir selbst und deinen Mitmenschen.

(Robert Betz)

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