Wildkräuter im Frühling - heute bei uns in der Küche

Gundelrebe (Gundermann) – Glechoma hederacea L.Bärlauch - Kartoffel - Suppe und Achtkräuter - Zucchini - Suppe

Aus unserem Infobrief zum Spiri vom 30. April 2005

Was wird uns dieser Abend an interessanten Unterhaltungen wohl bringen? Wir sind ganz gespannt auf unsere neuen und „alten“ Gäste. Und was bietet sich im Frühling kulinarisches an? Die ersten Wildkräuter dürfen dabei auf unserem Speiseplan nicht fehlen. So haben wir heute einige Kräuter gesammelt und Mona hat zwei Suppen angerichtet, welche uns sicher munden werden. Die Rezepte dazu habe ich gleich mal abgeschrieben zum mitnehmen:

Bärlauch – Kartoffel – Suppe

Zutaten: Etwa 250g Bärlauchblätter (es können auch mehr sein), 1000g Kartoffeln, Liebstöckel, 2 Zwiebeln, ½ Liter Gemüsebrühe, 1 EL Butter, 200g saure Sahne, Salz, Saft einer Zitrone.

Kartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Die geschälten Zwiebeln grob hacken. Alles zusammen mit Liebstöckel und Salz in der Gemüsebrühe gar kochen. Bärlauchblätter in feine Streifen schneiden und in die heiße, nicht mehr kochende Suppe geben. Etwas ziehen lassen und mit dem Mixer pürieren. Mit saurer Sahne, Zitronensaft und Salz abschmecken.

Achtkräuter – Zucchini - Suppe

Zutaten: Etwa zwei Hand voll Löwenzahn, Gundermann, Brennnessel, Spitzwegerich, Gänseblümchenblüten, Schafgarbe, Bärlauchblätter, Sauerampfer, 1 Möhre, 2 Zwiebeln, Olivenöl, 2-3 Zucchini, ½ Liter Gemüsebrühe, Olivenöl, 200g saure Sahne, Salz.

Die Möhre, die 2 Zwiebeln und die Zucchini würfeln und in Olivenöl kurz andünsten. Die kleingehackten Kräuter mit der Gemüsebrühe dazugeben und etwa ½ Stunde köcheln lassen. Bärlauchblätter in feine Streifen schneiden und in die heiße, nicht mehr kochende Suppe geben. Etwas ziehen lassen und mit dem Mixer pürieren. Mit saurer Sahne und Salz abschmecken.

Etwas über Heilpflanzen oder Wildkräuter

Die stärksten Kräfte stecken in den ersten jungen Heilpflanzen. Sie beleben den gesamten Organismus, die Aktivität aller Organe, ihr Zusammenspiel, den Stoffwechsel. Der Organismus wird entschlackt, gereinigt, ausgeglichen und gestärkt. So wachsen Lebenskraft, Gesundheit und Wohlbefinden.

Bärlauch – Allium ursinum L. wirkt anregend und reinigend auf Magen, Galle, Leber, Haut und bakterizid auf die Darmflora. Er bindet Schadstoffe wie Quecksilber, Cadmium, Lindan und leitet sie aus. Er ist wie Knoblauch gut bei Bluthochdruck und Arteriosklerose, stärkt das Herz und den Kreislauf.

Gundelrebe (Gundermann) – Glechoma hederacea L. kräftigt, regt den Gesamtstoffwechsel an und reguliert ihn. Besonders empfehlenswert bei Magenschwäche und verminderter Salzsäurebildung; wirkt harntreibend, entzündungshemmend, zusammenziehend, schleimlösend, ist hilfreich bei eitrigen Erkrankungen der Harn- und Atmungsorgane; kräftigt die Nerven.

Brennnessel – Urtica dioica, die „Königin der Heilpflanzen“ regt den gesamten Stoffwechsel an, besonders die Harnorgane, leitet aus, reinigt. Sie wirkt auf den Zuckerstoffwechsel, stärkt das Nervensystem, den Hormonhaushalt, das Verdauungssystem, die Widerstandskraft und das Bindegewebe, regt die Blutbildung an. Sie ist besonders zu empfehlen bei allergischen und rheumatischen Erkrankungen, Diabetes und Prostatabeschwerden.

Löwenzahn – Taraxacum officin. Wirkt umfassend, vielfältig, er ist durch das Zusammenspiel aller Kräfte auf die Gesamtheit der Organe abgestimmt. Die große Wirkung dieser Heilpflanze liegt in der Anregung des gesamten Stoffwechsels, aller Ausscheidungsdrüsen, insbesondere der Leber, der Bauchspeicheldrüse, des Darmes, aber auch der Nieren und der Haut. Der gesamte Organismus wird belebt und verjüngt, das Bindegewebe gestärkt. Gut bei Rheuma und Gicht.

Spitzwegerich – Plantago lanceolata L. wirkt bakterizid, reizlindernd, zusammenziehend, Stärkung von Haut und Schleimhaut, insbesondere der Atmungsorgane und des Verdauungsapparates.

Schafgarbe – Achillea millefolium entzündungshemmend, reinigend, krampfstillend, blutstillend, blutbildend, den Zyklus regulierend.

Sauerampfer – Rumex acetosa appetitanregend, reinigend, verdauungsfördernd, sollte aber wegen des Oxalsäure-gehaltes nur in Maßen, d.h. einige junge Blätter täglich, genossen werden. Nicht einnehmen bei Neigung zur Steinbildung!

Gänseblümchen – Bellis perennis regen den Gesamtorganismus an, insbesondere die Leber, entschleimen, wirken entzündungshemmend (besonders Haut und Schleimhaut), blutungsstillend und wundheilend, gut bei „Hüftweh“ und allen rheumatischen Erkrankungen.

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