Was sie uns sagen wollen

"An jenem Tag, an dem Du mich als alter Mensch siehst und ich nicht mehr ich bin, hab Geduld mit mir und ersuche mich zu verstehen. ..." Dieser Brief - er könnte von meinem oder Deinem Vater oder deiner Mutter stammen, machte mich sehr nachdenklich. Ein Video mit der ganzen Botschaft:

Wenn ich einmal alt bin …

An jenem Tag, an dem du mich als alter Mensch siehst und ich nicht mehr ich bin, hab Geduld mit mir und versuche mich zu verstehen.

Wenn ich mich beim Essen bekleckere, mich nicht richtig anziehe, hab Geduld.
Denke zurück an die Stunden, die ich damit verbracht habe, es dir damals beizubringen.

Wenn ich mich mit dir unterhalte und ich mich zum hundertsten Mal wiederhole, unterbrich mich nicht, hör mir einfach zu. Als du klein warst, habe ich mir dein Geplapper ständig und überall angehört, ob Zuhause, im Geschäft oder bei Bekannten.

Falls ich mich nicht wasche, dusche oder bade, schimpf nicht mit mir und vor allem beschäme mich nicht. Erinnere dich daran, wie oft du Ausreden hattest und wie oft ich dich ans baden gehen erinnern musste.

Wenn du meine Ignoranz gegenüber neuen Technologien bemerkst, bitte ich dich mir die nötige Zeit zum Erlernen zu geben und bitte lach während dessen nicht über mich. Ich habe dir so viele Dinge beigebracht. Wie man richtig isst, wie man sich benimmt, wie man spricht, wie man sich anzieht und wie man sich in dieser Welt zurechtfindet.

Sehr viele dieser Dinge sind das Ergebnis der Kraft und Zusammenarbeit von uns beiden – dir und mir.

Falls ich irgendwann vergesslich werde oder den Faden unserer Unterhaltung verliere, gib mir die nötige Zeit, um mich zu erinnern. Und falls ich mich doch nicht erinnern kann, werde nicht nervös und böse; ich glaube nämlich, dass die Unterhaltung nicht das Wichtigste ist, sondern die Nähe zueinander und dass du mir zuhörst.

Zwing mich nicht zum Essen, wenn ich es nicht will. Ich weiß am besten, was ich benötige und was nicht.

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